Du hast deine Website auch auf Englisch aufgebaut, bekommst Anfragen aus dem Ausland, oder dein Onlineshop liefert nach UK. Und jetzt fragst du dich: Reicht meine deutsche Datenschutzerklärung? Kommt darauf an. In manchen Fällen bist du ohne englische Version rechtlich angreifbar. Hier erfährst du, wann das gilt, was eine Datenschutzerklärung auf Englisch enthalten muss, und wie du sie ohne Übersetzungsbüro oder Anwalt korrekt hinbekommst.
Wann brauchst du eine Datenschutzerklärung auf Englisch?
Entscheidend ist nicht, wo dein Unternehmen sitzt. Entscheidend ist, wen du mit deiner Website ansprechen willst. Die DSGVO verlangt nach Art. 12 Abs. 1, dass deine Datenschutzerklärung in einer Sprache verfasst ist, die deine Zielgruppe versteht. In Österreich ergänzt das DSG diese Anforderung. Wer englischsprachige Nutzer:innen aktiv anspricht und ihnen nur eine deutsche Datenschutzerklärung anbietet, verstößt gegen das Verständlichkeitsgebot.
Eine englische Datenschutzerklärung ist konkret erforderlich, wenn:
- deine Website auch auf Englisch verfügbar ist oder eine englischsprachige Version hat
- dein Onlineshop Produkte in englischsprachige Länder liefert, zum Beispiel UK, USA oder Irland
- du britische oder US-amerikanische Kontaktdaten in deinem Impressum angibst
- du B2B-Kund:innen aus dem englischsprachigen Ausland bedienst
- dein Unternehmen international aufgestellt ist oder englischsprachige Mitarbeitende hat
Wer noch gar keine Datenschutzerklärung hat, findet hier den Einstieg: Datenschutzerklärung Pflicht — wann du eine brauchst.
Die 5 häufigsten Szenarien
- Rein deutschsprachige Website: Nein, eine englische Datenschutzerklärung ist nicht erforderlich.
- Website mit englischer Sprachversion: Ja. Beide Versionen brauchen eine Datenschutzerklärung in der jeweiligen Sprache.
- Website ausschließlich auf Englisch, Unternehmen in Österreich: Ja. Die Datenschutzerklärung muss auf Englisch vorliegen. Geltendes Recht bleibt DSGVO und DSG.
- Onlineshop mit Lieferung ins englischsprachige Ausland: Ja. Du richtest dich aktiv an diese Märkte.
- Freelancer mit internationalen Kund:innen: Meistens ja. Sobald die Zusammenarbeit auf Englisch stattfindet und die Website das widerspiegelt.
Sobald du aktiv englischsprachige Nutzer:innen ansprichst, brauchst du eine Datenschutzerklärung auf Englisch. Im Zweifel lieber eine erstellen als auf eine Beanstandung warten.
Was muss in eine Datenschutzerklärung auf Englisch?
Eine englische Datenschutzerklärung ist keine andere Datenschutzerklärung, sondern dieselbe in einer anderen Sprache. Die Pflichtangaben nach DSGVO bleiben gleich: Verantwortliche Stelle, Kontaktdaten, welche Daten du erhebst, zu welchem Zweck, wie lange du sie speicherst, an wen du sie weitergibst und welche Rechte deine Nutzer:innen haben. In Österreich kommt der Hinweis auf die Datenschutzbehörde (DSB) in Wien als zuständige Aufsichtsbehörde hinzu.
Im Englischen gibt es feststehende Rechtsbegriffe, die nicht wörtlich übersetzt werden können. „Verantwortliche Stelle“ heißt „data controller“, nicht „responsible party“. „Auftragsverarbeiter“ ist „data processor“. Eine wortwörtliche Übersetzung mit DeepL oder Google Translate reicht für eine korrekte Datenschutzerklärung im Zweifelsfall deshalb nicht aus.
Weitere Sprache, weitere Fehlerquelle
Eine englische Datenschutzerklärung muss nicht nur korrekt übersetzt sein. Sie muss auch aktuell bleiben. Bindest du ein neues Analytics-Tool ein? Wechselst du den Newsletter-Anbieter? All das muss in beide Sprachversionen. Wer das manuell pflegt, hat doppelten Aufwand.
PrivacyBee scannt deine Website automatisch, erkennt alle eingesetzten Dienste und erstellt deine Datenschutzerklärung in Deutsch und Englisch. Alle sechs Wochen wird deine Website erneut geprüft. Ändert sich etwas, werden beide Versionen automatisch aktualisiert. Das gilt auch für deinen Cookie-Banner, der bei einer mehrsprachigen Website ebenfalls in der Sprache deiner Nutzer:innen erscheinen sollte.
Englische Datenschutzerklärung mit PrivacyBee
Wer eine mehrsprachige Website betreibt, braucht mehr als eine einmalig übersetzte Datenschutzerklärung. Mit PrivacyBee erstellst du deine Datenschutzerklärung auf Englisch und Deutsch in wenigen Minuten. Impressum und Cookie-Banner inklusive.
Häufige Fragen zur englischen Datenschutzerklärung
Wie heißt die Datenschutzerklärung auf Englisch?
Der geläufigste Begriff ist „Privacy Policy“. Alternativ werden „Data Protection Policy“ oder „Privacy Notice“ verwendet. „Privacy Policy“ ist international am bekanntesten und wird von englischsprachigen Nutzer:innen sofort erkannt. Alle drei Begriffe sind rechtlich zulässig.
Welches Recht gilt für die englische Datenschutzerklärung in Österreich?
Wenn dein Unternehmen in Österreich sitzt, gelten weiterhin die DSGVO und das österreichische DSG. Die Übersetzung ins Englische ändert nichts am anwendbaren Recht. Die zuständige Aufsichtsbehörde bleibt die DSB in Wien.
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- Zuletzt aktualisisert: 12. Mai 2026